Sie befinden sich hier: /Aktuell/Inhalt Heft 06-08
INHALT

Internationale Migration
Migration findet in unterschiedlichen Formen und aus unterschiedlichen Motiven statt. Dazu gehören unter anderem Flucht oder die Suche nach Arbeit. Zudem verlassen in jüngster Zeit vielerorts Menschen ihre Heimat, weil Umweltprobleme sie bedrohen. Soziale Bindungen und Kontakte über Ländergrenzen hinweg sind für Migranten häufig eine große Hilfe. ... mehr
Online-Archiv
Hilfe und Informationen zum Download
Online-Archiv
Anmelden
Artikel kaufen
Hilfe zum Download
LUDGER PRIES
Internationale Migration
Einführung in klassische Theorien und neue Erklärungsansätze
Vor allem im 20. Jahrhundert haben sich im Zuge der Globalisierung die unterschiedlichsten Formen von Migration heraus gebildet. 2005 lebten mehr Menschen als je zuvor in einem anderen Land, ca. 191 Millionen oder 3 Prozent der Weltbevölkerung. In den Medien machen vor allem die Flüchtlingsmigration und die grenzüberschreitende Arbeitsmigration wiederholt auf sich aufmerksam. Letztere ist auch im 21. Jahrhundert äußerst vielschichtig.
FELICITAS HILLMANN
Das europäische Migrationssystem
Fassetten einer neuen Geographie der Migration
Zwischen 1960 und 2005 hat sich die Zahl der grenzüberschreitenden Migranten von 75 Millionen Menschen auf mehr als 191 Millionen weltweit mehr als verdoppelt. Ungefähr 2,9 Prozent der Weltbevölkerung sind auf internationaler Wanderschaft. Europa gehört neben Nordamerika und vor allem im Vergleich mit Südostasien zu den bedeutendsten Zuwanderungskontinenten der Welt.
HEINZ FASSMANN
Entwicklungspotenziale einer zirkulären Migration in Europa
Die medial vermittelten Bilder emotionalisieren: Junge Afrikaner versuchen, in lecken und überfüllten Booten europäisches Territorium zu erreichen. Wenigen gelingt es, viele scheitern. Die Europäische Union reagiert darauf mit dem Schutz der Außengrenzen und bilateralen Vereinbarungen. Die Idee der zirkulären Migration erlebt eine Renaissance.
SONJA HAUG, STEFAN RÜHL
Remigration von Zuwanderern in Deutschland
Bei allen Wanderungsbewegungen treten in gewissem Umfang Rückwanderungen auf. Insbesondere seit Mitte der 1990er Jahre hat die Zahl der Rückkehrer aus Deutschland zugenommen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Motive und ihres Verhaltens von Zuwanderern. Für eine genauere Analyse der Remigration aus Deutschland ist eine differenzierte Untersuchung der Motive und Merkmale von Migranten notwendig.
KATJA LINDNER
Internationale Arbeitsmigration in die südspanische Intensivlandwirtschaft
Die südspanische Provinz Almería ist gegenwärtig ein wichtiges Transitgebiet internationaler Migranten und eines der bedeutendsten exportorientierten Landwirtschaftsgebiete in der Europäischen Union. Beide Phänomene sind untrennbar miteinander verknüpft. Migranten sind heute in der südspanischen Agrarwirtschaft unverzichtbar und gleichzeitig eine wichtige Basis des wirtschaftlichen Erfolgs.
CHRISTOF PARNREITER
Von Mauern und Löchern
Zuwanderung in die USA
Die Grenze zwischen den USA und Mexiko stellt für viele das Symbol der Abschottung der "Ersten" von der "Dritten Welt" dar. Mit Begriffen wie "Festung Amerika" werden die Bestimmungsfaktoren der Immigration in die USA allerdings nur unzulänglich erfasst: Arbeitskräftenachfrage ist ebenso eine Triebfeder für die Zuwanderung wie die wirtschaftliche Destabilisierung in Lateinamerika in den letzten zwei Jahrzehnten.
SILJA KLEPP
Zwischen Skylla und Charybdis
Der Weg der Flüchtlinge von Libyen nach Europa
Fast täglich erreichen uns eindrückliche Bilder aus dem Mittelmeerraum. In kleinen Booten versuchen Migranten und Flüchtlinge von der afrikanischen Küste aus das Meer in Richtung Kanarische Inseln oder Italien zu überqueren, oft ist von ertrunkenen Migranten die Rede. Doch was verbirgt sich hinter diesen Bildern, die periodisch wiederkehrend medienwirksam in Szene gesetzt werden.
PETRA T. BÜRGELT
Warum wir Deutschland verlassen
Motive deutscher Auswanderer
Deutschland zählt zu den am höchsten entwickelten und reichsten Ländern der Erde. Warum sollten Menschen ein Land wie diesem den Rücken kehren? Und dennoch verlässt seit den 1990er Jahren eine wachsende Anzahl von deutschen Staatsbürgern ihre Heimat. Da die Emigranten überdurchschnittlich hoch gebildet sind, wächst in Deutschland die Besorgnis über einen "Brain drain".
MICHAEL HOYLER, HEIKE JÖNS
Kampf um Talente?
Internationalisierung britischer Universitäten
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu ausländischen Wissenschaftlern an britischen Hochschulen sind aus deutscher Perspektive von besonderer Relevanz. So stellen Deutsche die mit Abstand größte Gruppe (10 Prozent) unter den "Academic Expatriates" im britischen Hochschulwesen. Ihre Zahl ist ausreichend, um mit ihnen eine eigene Universität zu gründen.