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Erneuerung altindustrieller Räume
Im Zuge von Globalisierung und Informationszeitalter haben sich ehemals erfolgreiche Industrieräume zu wirtschaftlichen Problemzonen entwickelt. Der Strukturwandel ist in diesen Regionen deutlich zu spüren. Zu diesen zählen beispielweise die Metropolregion Ruhr und die ehemals prosperierende Industriestadt Liverpool. Im Überlebenskampf entscheiden ... mehr
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Martina Gelhar
Altindustrieregionen zwischen Verfall und Neuorientierung
Gegen Anfang der 1980er Jahre rückten Altindustrieregionen in den Fokus öffentlicher Diskussionen und wissenschaftlicher Betrachtung. Zu jener Zeit kristallisierten sich ehemals prosperierende Wirtschaftsregionen als Problemgebiete heraus, die den durch die Globalisierung hervorgerufenen Strukturwandels nicht abfedern konnten. Schrumpfung ersetzte Wachstum und ein internationales Patentrezept für eine regionale Revitalisierung fehlt.
Anke Schüttemeyer, Nicole Reps
Indien abseits des Booms
Altindustrieprobleme in Kanpur, dem „Manchester of India“
Die Schwellenländer Indien und China werden heutzutage weltweit als aufstrebende Industrie- und Dienstleistungsstandorte angesehen. Jedoch finden sich dort auch Industrieregionen, die den Sprung in das neue Dienstleistungs- und Hightech-Zeitalter nicht geschafft haben. Ein Beispiel ist der Niedergang der Textilindustrie in der nordindischen Stadt Kanpur.
Daniel Göler, Andrey Levchenkov
Sonderwirtschaftszonen als Erneuerungsstrategie für Altindustrieräume Russlands
Russland ist nach Jahren eines respektablen wirtschaftlichen Aufschwungs von der globalen Wirtschaftskrise voll erfasst. Das Land lebt vom Export seiner Ressourcen. Der Bedarf an Investitions- und Konsumgütern hingegen wird größtenteils durch Importe gedeckt. Verantwortlich dafür sind erhebliche Defizite der verarbeitenden Industrien. In diesem Zusammenhang ist das der Sonderwirtschaftszonen (SWZ) auch als mögliche Erneuerungsstrategie für altindustrialisierte Räume zu verstehen.
Kai-W. Boldt, Martina Gelhar
Duisburg: Von der Stadt Montan zum Drehkreuz des Westens
Duisburg hat Tradition als Logistikstandort. Der steile Abstieg begann im Sog der ruhrgebietsweiten Strukturkrise. Erst seit den 1990er Jahren bringt die Stadt den Mut auf, innovative Wege zu beschreiten: durch eine postmoderne Neuorientierung, die herausragende städtebauliche Akzente setzt und weiche Standortfaktoren ausbaut.
Klaus Zehner
Von Liverpool zu „Livercool“
Strukturwandel und wirtschaftliche Erneuerung einer Weltstadt des 19. Jahrhunderts
Die Stadt Liverpool galt einst aufgrund ihrer Lage an der Westküste Großbritanniens als „Gateway to the Empire“. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein dramatischer Bedeutungsverlust des Liverpooler Hafens ein. Infolgedessen stürzte die Stadt in eine sozioökonomische Krise. Heute sind Kultur, Bildung und Tourismus die neuen Wachstumssektoren. Die Frage ist, ob sie langfristig eine nachhaltige Stadtentwicklung sicherstellen können.
Bernhard Butzin, Hans-Peter Noll
Kulturhauptstadt 2010: Auf dem Weg zur Metropole Ruhr?
Die Suche nach dem Weg vom Ruhrgebiet zur Metropole Ruhr stellt gegenwärtig die entscheidende Aufgabe im Strukturwandel dar. Welchen Beitrag kann das Großereignis „Kulturhauptstadt Europas 2010“ im Kontext aktueller Herausforderungen und Strategien auf diesem Weg leisten?
Julia Albrecht
Tourismus in peripheren Regionen Neuseeland
Eine geographische Betrachtung der Catlins
Die Catlins haben als periphere Destination auf der Südinsel Neuseelands in den letzten Jahren steigende Besucherzahlen zu verzeichnen. Auf Initiative der Bevölkerung haben Lokal- und Regionalregierung die Catlins Tourism Strategy entwickelt. Soziale Unterschiede innerhalb der Region erschweren jedoch die Realisierung dieser nachhaltigen Entwicklungsstrategie.