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Paläo-Hydrologie
Das Hochwasser der Elbe im August 2002 hat derartige Naturereignisse wieder stärker in den Fokus des Interesses gerückt. Die Bilder von Menschen, die sich inmitten der Fluten an den Mauerresten ihres Hauses festklammern, gingen damals durch alle Medien. Insgesamt richtete dieses als Jahrhundertwasser klassifizierte Flutereignis Schäden in Millionen... mehr
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Jürgen Herget, Thomas Euler
Hoch- und Niedrigwasser in historischer und prähistorischer Zeit
Aus Erfahrung wird man klug. Dieses Sprichwort gilt auch bei Naturkatastrophen, namentlich Hochwassern. An zahlreichen alten Gebäuden sind Wasserstände aus historischer Zeit überliefert, die Angaben über das Ausmaß von Hochwassern machen. Sie zu interpretieren bedarf es sorgfältiger Untersuchungen, die gleichzeitig Aufschluss darüber geben, wie sich historische Hochwasserereignisse auf die heutige Zeit übertragen lassen.
Vishwas S. Kale
Paläohochwasser im monsungeprägten Asien
Hinweise auf frühere Extremereignisse
Das monsungeprägte Asien ist eine Region, die durch starke Flutereignisse extrem gefährdet ist. Eine Einschätzung der Auswirkungen des prognostizierten Klimawandels auf die hydrologischen Verhältnisse der Region kann aufgrund fehlender langer Messreihen nicht getroffen werden. Paläohochwasserdaten helfen dabei, Aufschluss über die Abflussdynamik einiger Flüsse in Indien und China zu erhalten.
Mathias Deutsch, Rüdiger Glaser, Karl-Heinz Pörtge et al.
Historische Hochwasserereignisse in Mitteleuropa
Quellenkunde, Interpretation und Auswertung
Trotz moderner Warn- und Schutzsysteme verursachen Hochwasser wiederholt massive Schäden. Seit Beginn des 21. Jhs. haben Überschwemmungen an Elbe (2002), Reuss (2005) und Traun (2009) Verluste in Millionenhöhe nach sich gezogen. Somit war und ist die Nähe zum fließenden Wasser für den Menschen überlebenswichtig und gefährlich zugleich.
Jürgen Herget
Extreme Hochwasser in der jüngeren Erdgeschichte
Entsprechend der jeweiligen Klimazone weisen heutige Flussläufe charakteristische Unterschiede bei den Hochwasserabflüssen auf. Eine zeitliche Rückbetrachtung bis zur Eiszeit bringt erstaunliche Erkenntnisse über Hochwasser mystisch erscheinender Dimension hervor. Ausgewählte Beispiele aus dem Pleistozän und späten Tertiär illustrieren diese Hochwasser der Superlative.
Peter Krahe, Maria Larina
Hoch- und Niederigwasser in Köln seit AD 1000
Seit Beginn der 1980er Jahre sind an Mittel- und Niederrhein mehrere starke bis extreme Hochwasserereignisse aufgetreten. Im Dürrejahr 2003 waren viele vom Flusswasserstand abhängige Nutzer von langen Niedrigwasserständen betroffen. Die paläohydrologische Rekonstruktion von Hoch- und Niedrigwasserereignissen aus überlieferten Schriftquellen und Wasserstandsmarken erlaubt eine Einordnung und Diskussion dieser Ereignisse.
Jochen Seidel, András Bárdossy
Berücksichtigung von historischen Hochwassern in der Extremwertstatistik
Die gängige Praxis zur Bestimmung von Hochwassern besteht darin, für einen bestimmten Ort Überschreitungswahrscheinlichkeiten zu berechnen. Die daraus resultierenden Ergebnisse hängen zuweilen stark von dem gewählten Datenzeitraum ab. Am Beispiel des Pegels Plochingen (Neckar) wird gezeigt, wie historische Informationen in die Extremwertstatistik miteinbezogen werden können um präzisere Aussagen über Hochwasser zu treffen.
Reiner Jüngst
Hoggenakkal: „Rauchende Felsen“ am Kaveri, Südindien
Die Flüsse des indischen Subkontinents sind in der Hindumythologie Leben spendende Gottheiten. Ja sogar der Ursprung der Bezeichnungen Indien, India oder Hindustan geht auf das Sanskritwort „Sindhu“ (Fluss) zurück. Schon der Rigveda, die älteste der indischen Schriften, erwähnt immer wieder sieben Flüsse. In späteren Jahrhunderten wurden sie durch solche auf dem Dekkan-Plateau ergänzt – als „die heilige Geographie Indiens erdacht“ wurde.