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Verzeichnis aller bisher erschienener Themenschwerpunkte - 2007

Ausgabe Januar
Heft 01/2007


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Mittelamerika

Geologisch ist Mittelamerika in jedem Fall das Verbindungsstück zwischen Nord- und Südamerika. Aber als Brücke wirkt es auch im übertragenen Sinn: Über sie wandern Millionen in den reichen "Norden", um hier Anteil am Wohlstand der USA zu gewinnen. Die engen Bindungen an die Heimat bleiben dabei aber erhalten, schon allein durch die Geldüberweisungen an die Familien im "Süden". Manchmal ist die Brücke eine gefährliche Seepassage über die Straße von Florida, meist ist sie tatsächlich eine Brücke über den Rio Grande, häufiger aber ist sie eine gefahrvolle Überwindung von Grenzsperren in Arizona, New Mexico oder Kalifornien. Diese Migranten bilden eine Gesellschaft "in Bewegung" - nicht untypisch für die Ära der Globalisierung. Ihr täglicher Kampf um das wirtschaftliche Überleben ist die Kehrseite jener Ära, die den Anderen Reichtum und ein komfortables Leben beschert. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe Februar
Heft 02/2007


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Demographischer Wandel

Von Elterngeld und Kinderglück
Demographisch nähert sich Deutschland dem Zustand eines gepflegten Altersheims, es fehlt - um im Bild zu bleiben - nur an Pflegenachwuchs. Endlich thematisiert die Politik das zusehends drängender werdende Problem, das die sozialen Sicherungssysteme in Schieflage geraten. Der Wandel zu einer kinderarmen Gesellschaft ist nicht über Nacht gekommen, aber seine Konsequenzen für Rente und Krankenversicherungen wurde bislang ignoriert. Erst die Alarmsignale der Wirtschaft über hohe "Lohnnebenkosten" und deren Gefahr für den Standort Deutschland haben die Politik aufgeweckt. Der Teufelskreis aus wegrationalisierten Arbeitsplätzen und düsteren Zukunftsaussichten für eine ganze Generation hat den gesellschaftlichen Wandel noch beschleunigt. Jetzt soll mit Elterngeld und einer aktiven Einwanderungspolitik der demographische Knick ausgeglichen werden. Na denn, viel Glück Deutschland. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe März
Heft 03/2007


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Europäische Union

Ist der "Erfinder" des Nationalstaates auch gleichzeitig Vorreiter in seiner Auflösung? 50 Jahre nach den in Rom unterzeichneten Verträgen steht Europa auf dem Höhepunkt des Integrationsgedankens: 27 Staaten haben sich den meist in Brüssel, Straßburg oder Luxemburg verabschiedeten Regeln unterworfen, weitere wollen dazustoßen. Dennoch verläuft die praktische Integration nicht ohne Brüche. Der politischen Vision, die in kleinen Schritten 1957 begann, steht also immer noch ein Flickenteppich unterschiedlicher Integrationsstufen gegenüber. Und wie ein "Europa ohne Grenzen" genau aussehen und demokratisch legitimiert sein soll, die Debatte hat gerade erst angefangen. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe April
Heft 04/2007


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Paläo-Klimaforschung

Die Klimageschichte der Erde ist in polarem Eis, in Meeressedimenten oder in Jahrringen alter Bäume konserviert. Diese Archive für die Forschung nutzbar zu machen, erfordert großen technischen Aufwand: modernste Labortechnik, Proben aus allen Teilen der Welt, Bohrungen in kilometertiefe Eisschichten unter buchstäblich arktischen Bedingungen. Warum der Aufwand? Die Rekonstruktion vergangener Klimabedingungen, mehr noch deren Wechselwirkungen und spezifischen regionalen Veränderungen liefern ein Gesamtbild jener Mechanismen, die heute vor unseren Augen ablaufen mögen, die sich aber erst aus großer Zeitdistanz überblicken lassen. Paläo-Klimaforschung hilft somit, heutige Klimaveränderungen zu verstehen und sie für die Zukunft zu prognostizieren. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe Mai
Heft 05/2007


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Globalisierung und Verkehr

Container-Denken
Frachtcontainer sind zu Ikonen der Globalisierung geworden: Die bunten, normierten Boxen ziehen auf Riesenschiffen über die Weltmeere, füllen Güterzüge und rollen auf Lkw über die Autobahnen. Ohne solch effiziente Frachtrouten als Rückgrat einer Logistikkette, die heute von der indischen Teeplantage bis zum Endverbraucher in Emden reicht oder die den im Internet ersteigerten seltenen Porzellanteller aus Shanghai sicher zum Kunden in Sacramento liefert, ist die jüngste Ausformung der Globalisierung nicht denkbar. In Kombination mit moderner Kommunikationstechnik gibt es keine Grenzen mehr für den Punkt-zu-Punkt-Transport jeder nur denkbaren "Commodity". Damit sind Fracht- und Logistikfirmen zum Profiteur, aber auch zum Gestalter der Globalisierung geworden, selbst also "Global Players" im Spiel um Umsatz und Marktanteile ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe Juni
Heft 06/2007


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Mitteldeutschland

Politisch und geographisch besetzt jeder gern „die Mitte“. Sie zieht Investitionen an und lässt dabei „die Peripherie“ wirtschaftlich hinter sich. Seit der Vereinigung 1990 hat Deutschland mit den neuen östlichen Ländern gleich auch ein „Mitteldeutschland“ hinzu gewonnen. Das belegen viele neue Einrichtungen und Bezeichnungen, von „Mitteldeutsche Zeitung“ über „Mitteldeutscher Rundfunk“ bis „Mitteldeutsche Energie AG“. Mit der Frage „Wo liegt bzw. wer oder was ist Mitteldeutschland?“ verbindet sich die eminent geographische Frage nach neuen regionalen Entwicklungsschwerpunkten in Deutschland. Mitteldeutschland ist dabei ein Brennspiegel für soziale und ökonomische Prozesse, die sich im Wettbewerb zwischen Ost und West, Nord und Süd abspielen. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe Juli
Heft 07/2007


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Kulturgeographie

Die Anthropogeographie sucht neue und zugleich originäre Fragestellungen. Alte Denkmuster, so scheint's, sind zur Erklärung globalisierter Strukturen nicht mehr ausreichend. So sagt etwa die Logistik- und Vermarktungskette eines globalen Fast-Food-Konzerns mehr über sozialräumliche Dynamik unserer Zeit aus als die vergleichsweise statisch wirkende Ausschnittkarte einer beliebigen Region oder Großstadt. So sehr aber neue Ansätze gefragt sind um der Geographie eine nachhaltige Legitimation etwa im Fächerkanon der Schule zu geben, die traditionellen Stärken des Faches sollten dabei nicht über Bord gehen. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe September
Heft 09/2007


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Schwellenländer

Die "Schwelle" trennt bekanntlich höhere und niedrigere Ebenen. Wann also übertreten Länder jene Schwelle, die sie von "entwickelten Ländern" trennt? So populär der Begriff "Schwellenländer" in der täglichen Berichterstattung seit dem jüngsten G8-Gipfel in Deutschland wieder ist, so wenig konkret ist er. Die makroökonomische Perspektive mag nützlich sein zum Ranking von Ländern nach Entwicklungsstandards, sie hilft sicher nicht die "Erste" und "Dritte" Welt innerhalb eines jeden einzelnen Landes zu erklären. Zudem ist der Begriff nicht ohne Ideologie: Beim CO2-Ausstoß werden Indien und China als gleichberechtigt betrachtet, damit sie bei dessen Reduzierung mitwirken, bei der Zuweisung von Geldern (und Zurechtweisung) in der Entwicklungspolitik sieht man sie dagegen lieber in der Rolle des ehrerbietigen Empfängers. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe Oktober
Heft 10/2007


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Umgang mit Risiken

Risikolos?
Dörfler auf der Peloponnes, Wirte in der Kölner Altstadt oder Bauern am Ganges, Städter in New Orleans oder Slumbewohner in La Paz, sie alle leben mit dem Risiko, dass ausufernde Waldbrände, über die Ufer tretende Flüsse oder unberechenbare Wirbelstürme ihre Existenz bedrohen. Der Planet Erde ist stärker zu einem Risikofaktor geworden, als er es in der Vergangenheit war: Zum einen, weil sich mehr Menschen an riskanten Orten konzentrieren, ohne dass dieses Risiko ist; zum anderen aber auch, weil globale Risiken klimabedingt zunehmen und selbst küsten-, vulkan- und erdbebenferne Regionen von unvorhersehbaren Wetterereignissen bedroht werden. Ein größeres Risikobewusstsein wäre schon ein erster Schritt zur Reduzierung von Katastrophen. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe November
Heft 11/2007


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Östliches Hochasien

"Wind of Change" im östlichen Himalaya
An der Nahtstelle zwischen Indien und China tut sich etwas. Diesmal ist es nicht ein Krisen- oder gar Kriegsszenario, wie Anfang der 1960er Jahre, sondern ganz im Gegenteil die Perspektive eines prosperierenden Handels über die Barrieren des indisch-burmesischen Grenzgebirges hinweg. Pässe werden neu eröffnet und neue Straßen-, ja sogar kühne Bahnprojekte sollen Händler, Touristen und Güter zwischen den "emerging economic powers" China und Indien hin und her bewegen. Regionen wie Tibet, Yunnan, Assam, Sikkim, aber auch Staaten wie Burma und Bhutan wollen von dieser Zukunftsperspektive mit profitieren. Damit sind sie zugleich gezwungen, sich nach Außen, aber auch gegenüber innerem demokratischem Wandel zu öffnen. ...zum Inhalt / Artikeldownload


Ausgabe Dezember
Heft 12/2007


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Ukraine

Revolution in Orange
Die Bürger der Ukraine machten vor drei Jahren nicht nur Geschichte, sie trugen zu einem neuen Bild ihres Landes im Ausland bei. Die friedlichen Demonstrationen im Dezember 2004 ließen erkennen, dass der zweitgrößte europäische Staat auf dem Weg ist, Mitglied im „europäischen Haus“ zu werden. Dabei stand die Ukraine bei ihrer Transformation in eine marktwirtschaftlich-demokratisch organisierte Gesellschaft vor besonderen Herausforderungen. Die Landwirtschaft, Rückgrat des 47 Mio. Einwohner Landes, ist noch weit von der westeuropäischen Effizienz entfernt. Und der Rückgang der Gesamtbevölkerung um derzeit 0,8 % jährlich macht deutlich, dass die Lebensbedingungen noch nicht allen Bürgern eine gesicherte Zukunft garantieren. ...zum Inhalt / Artikeldownload